Mit diesem Blogbeitrag möchte ich Ihnen, den interessierten Leser*innen, nicht einfach nur mich, den Autor Chris L.Boya vorstellen, sondern auch portraitieren, in welchem Umfeld die Idee zum Roman entstanden ist und welche Erlebnisse zum Schreiben dieses Buches inspiriert haben.
Die Frage nach der Umgebung, in welcher die Idee zu diesem Buch entstanden ist, ist schnell beantwortet. Diese erfolgte aufgrund einer Zwangspause – bedingt – aufgrund eines Hexenschusses. Dieser widerfuhr mir an einem ausserordentlich paradisieschen Platz, der wohl zu dem Titel inspirierte. Weisser kann der Strand nicht sein, mehr türkis ist wohl für das Meer nicht möglich. Und der leuchtende Plankton am Abend verzückte den Rest. Die Unberührtheit (zumindestens noch zum Zeitpunkt der Idee im Juli 2018) war wohl auch kaum zu toppen. Der Hexenschuss stoppte mich in meiner Arbeit als Zeltvermieter, Bar-Man und Touristen-Guide und gab mir viel Zeit. Zeit, die ich aktiv nutzte, diesen Roman zu schreiben.
Nachhaltigkeit als Programm
Mit Nachhaltigkeit hatte der Platz leider nicht viel zu tun. Wohl von der Regierung als Insel mit nachhaltigem Tourismus gefeiert (der Grund, wieso ich die Insel überhaupt besuchte), hielt kein tieferer Blick der Realität stand. Wachstumsgier, Profit-Denken, Korruption an allen Orten und ambitiöse Pläne prägten das Geschehen auf der ehemaligen, eher hippie-artig geprägten Insel, die anfangs noch als Geheimtipp gefeiert wurde. Die Rede ist von Koh Rong, südlich von Sihanoukville im Süden Kambodschas. Zwei Lebensjahre verbrachten wir da und erhielten einen durchaus lehrreichen Einblick in den aktiven Business-Alltag in einem Entwicklungsland.
Die Frage nach den Erlebnissen, die diese Buch geprägt haben, ist wesentlich vielschichtiger und führt in unterschiedliche Länder mit vielen selbsterlebten Ereignissen, die in dem Buch verwebt beschrieben werden. Nicht umsonst spielt das Buch an verschiedenen Orten der Welt, die ich übrigens ausnahmslos alle im Laufe meines Lebens selber besucht habe. Die Bilder dazu sind in den Slidern oben und teils auch unten an allen Seiten eingeblendet.
Ein Blog als Start-Plattform
Ein prägender Umstand war wohl unser Leben in Thailand. Über sechs Jahre schrieb ich von unseren Erlebnissen in unserer neuen Wahlheimat. Immer mehr Zuspruch erhielten die Geschichten aus unserem Alltag, es gab schon Leser*innen, die sich beschwerten, wenn eine Woche kein Blog erschien. In diesem Zug wurde mir auch klar, dass ich einfach gerne schreibe – über andere Kulturen, andere Länder, andere Sichtweisen. Und das mich der Zuspruch stolz machte, dass es mich erfreute, wenn ich etwas dieser doch komplett anderen Kultur vermitteln konnte, wenn ich verstanden wurde.
Dank meiner Weiterbildung als sogenannter MBA Nachhaltigkeitsmanagement habe ich wohl einige Dinge etwas anders betrachtet, als es der übliche Tourist wahr nimmt. Eingebettet als ein Teil einer lokalen Familie, Jahre am Lernen der lokalen Sprache und Gepflogenheiten, sowie das Starten von verschiedneen Nachhaltigkeitsprojekten im Land prägten unseren Blick auf eine Welt, die zwar auf den ersten Blick, so ähnlich, so westlich, erscheint, aber beim zweiten Blick immer wieder Überraschungen bereit hält.
Das Reisen als Inspiration
Zusammengenommen mit all den Reisen, die dreissig Jahre und mehr zurück liegen, formte sich in mir ein anderes Bild von einem Asien, das so ganz anders ist, als ich mir es hätte vorstellen können. Gepaart mit all meinen beruflichen Erfahrungen vom Geschäftsführer bis zum Hilfsarbeiter (und umgekehrt) in den unterschiedlichsten Branchen entwickelte sich ein Plot, der nun als erstes Buch zur Verfügung steht und das zweite bereits in Entwicklung ist.
An dieser Stelle werde ich weiterschreiben, das Portrait soll keine statische Seite werden, denn das Leben ist es auch nicht. Im Blog werde ich aber auf jeden Fall mehr dazu schreiben, warum sich diese Idee entwickelte, wer ich bin und warum ich das schreibe. Ich freue mich jetzt schon auf Euren nächsten Besuch.